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Kickboxen: (KBC Höchstadt)
 
Bronzemedaille für Dominik bei der Kickbox-Europameisterschaft in Loutraki / Griechenland

Bei der WAKO Europameisterschaft in den Disziplinen Voll- und Semikontakt Kickboxen sowie den Musikformen welche in Loutraki / Griechenland ausgetragen wurden waren 501 Kämpfer aus 34 Ländern am Start. Darunter auch der Höchstadter Dominik Dellermann, der die deutschen Farben im Vollkontakt in der Gewichtsklasse Herren -71 kg bei der EM vertrat. Das Pech blieb dem TSV Kickboxer zu seinem Bedauern jedoch treu. Bei einem Länderkampf Mitte des Jahres in der Türkei kugelte er sich die Schulter aus. Die Ärzte in Deutschland diagnostizierten gerissene Bänder und Knochenabsplitterungen in der Schulter. Oberarzt Dr. Blanke von der Uni-Klinik in Erlangen operierte den Höchstadter daraufhin. Dr. Blanke und die Physiotherapeuten im Fitness und Reha-Zentrum „Gesundheitspark im Seebachgrund“ in Weisendorf hatten nach der Operation alles Menschenmögliche getan, damit Dellermann an der Europameisterschaft in Griechenland teilnehmen kann. Dafür möchten wir uns an dieser Stelle noch einmal herzlich bedanken. Andere Ärzte hatten dies nicht für möglich gehalten. Mit eiserner Disziplin und zwei Trainingseinheiten pro Tag und das fünf Mal die Woche und zwar sechs Wochen lang hatte TSV Trainer Werner Soßna seinen Schützling auf dieses Großereignis vorbereitet. Da sich in den Wochen vor der Europameisterschaft zu wenig Trainingspartner für das Kampfsparring im Training einfanden, stieg der mittlerweile 53 jährige sogar mehrmals selbst mit Dellermann in den Ring um ihm die optimale Trainingsvorbereitung zu bieten. So war man gut Vorbereitet mit der sechsundvierzig Mann zählenden deutschen Mannschaft -die aus Kämpfern, Betreuern, Offiziellen und einigen Fans bestand- am Montag von Frankfurt aus nach Athen geflogen, von wo aus es mit dem Bus in den ca. 80 km entfernten Austragungsort Loutraki ging. Beim Wiegen direkt nach der Ankunft hatten die Deutschen Sportler keine Probleme. Alle brachten das geforderte Gewicht auf die Waage. In der fünf Sterne Hotelanlage welche sich direkt am Meer befand fühlten sich die Sportler sehr wohl. Auch das Essen bot für jeden etwas. So beschwerte sich auch keiner der mitgereisten Sportler und Fans beim Ausrichter. Die Reise war wieder einmal bestens vorbereitet und durchgeführt worden. Die Temperaturen waren mit 24-28 C noch angenehm warm, so dass sich die Sportler am freien Dienstag noch in die Sonne legen konnten. Einige nutzten den freien Tag auch zu einem Ausflug nach Athen. Am Mittwoch begannen dann die Vorkämpfe. Im ersten Kampf musste Dominik Dellermann (GER) gegen Luka Tomic (CRO) in den Ring. Und hier kam das Pech zum Höchstadter zurück. Zwei Runden war der Kampf ausgeglichen aber der Kroate führte knapp nach Punkten. Obwohl sich Dominik bereits in der ersten Runde die Fußzehe ausgekugelt hatte kämpfte er, wenn auch mit Schmerzen, weiter. Nach einer starken dritten Runde, in der Dominik die Schmerzen unterdrückte und noch einmal alles aus sich herausholte, drehte er den Kampf noch um und siegte mit 3:0 Kampfrichterstimmen. Nach dem Kampf wurde die Zehe vom Ringarzt wieder eingerenkt und er schickte die Deutschen zur weiteren Untersuchung ins Krankenhaus. Hier stellte man nach einer Röntgenuntersuchung fest, dass nichts gebrochen ist. Der Fuß wurde über Nacht gekühlt und Dominik mit Schmerzmitteln behandelt. Am Donnerstag dem zweiten Wettkampftag konnte man so - wenn auch immer noch mit Schmerzen - zum Viertelfinale gegen den Junioren Weltmeister Gregor Strazanek (SLO) antreten. Diesen Gegner kannte man, denn Dominik war gegen ihn bei der WM im Vorjahr ausgeschieden. Dominik musste gegen den Slowenen wieder alles geben und dazu noch die Schmerzen im Fuß unterdrücken um den Sieg zu erkämpfen. Der Kampf war drei Runden ausgeglichen. Mit einem tollen Endspurt und ohne auf die Verletzung zu achten sicherte sich Dominik mit einigen sehenswerten Kicks zum Schluss des Kampfes den 3:0 Sieg und die erste Medaille für das Deutsche Team. Leider verschlimmerte sich die Verletzung in diesem Kampf noch und der Fuß schwoll immer mehr an. Der russische Mannschaftsarzt, der Dominik auf Bitten von Soßna hin untersuchte, verpasste dem Höchstadter einen Salbenverband und riet Aufgrund der Blaufärbung und Schwellung des Fußes von einem weiteren Kampf ab. Auch Trainer Werner Soßna sah dies so und zog es vor seinen Schützling - der schon Probleme hatte ohne Schmerzen nur gerade zu stehen - zum Halbfinale gegen Eduard Spakov (LTU) nicht antreten zu lassen. Somit hatte Dominik auch bei der EM kein Glück. Nach der ausgestandenen Schulterverletzung ist es nun eine erneute Verletzung, die eine bessere Platzierung verhindert. Dennoch ist man mit der Bronzemedaille mehr als zufrieden, denn er hätte ja schon nach der Verletzung am ersten Tag ausscheiden können. Ohne die Verletzung hätte Dominik eine gute Chance auf das Erreichen des Finales und sogar des Titels gehabt. Aber so ist es nun einmal im Sport. In Deutschland angekommen lies sich Dellermann von den Ärzten untersuchen. Es wurden ein Riss der Gelenkkapsel sowie Abrisse der Bänder im Fuß festgestellt. Nun muss er erneut pausieren um sich dann zu Beginn des neuen hoffentlich Verletzungsfreien Jahres auf die Qualifikationsturniere zur Weltmeisterschaft vorzubereiten. Mit Daniel Händel war noch ein weiterer Höchstadter in Loutraki erfolgreich. Er war in seiner Funktion als Semikontakt Bundestrainer mit nach Griechenland gekommen und konnte sich mit dem Semikontakt Team über zwei Gold, zwei Silber und drei Bronzemedaillen in den Einzelwettbewerben freuen. Eine weitere Bronzemedaille sicherte sich das Team bei den Mannschaftskämpfen. Insgesamt war die Deutsche Auswahl mit drei Gold-, drei Silber- und sieben Bronzemedaillen erfolgreicher als in den letzten Jahren. www.kbc-hoechstadt.de

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Autor: weso
Artikel vom 22.12.2010, 12:54 Uhr
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